Seit zirka einem Jahr gibt es das "Musik-Kompetenz-Team " des Hessischen Tanzspotverbandes. Angeregt wurde die Idee, durch einige langjährige "Musikmacher" bei großen Turnieren im Hessischen Tanzsportverband. Dr. Andrew Miller wurde zum Sprecher der Expertengruppe ernannt und hat sein Team seither schon mehrere Male zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch zusammengerufen.
Im Rahmen des HTV-Camps (2010) nutzten zwei Mitglieder ( Dirk Meyer und Thomas Siefert) die Gelegenheit mit Bundestrainer Oliver Wessel-Therhorn (OWT) zum Thema gute Tanzmusik ein Gespräch zu führen. Im Detail haben wurde über folgende Punkte gesprochen:
Bewertung bestimmter Tanztitel im Tanzspiegel
1. OWT´s Bewertung von Turniermusik auf Turnieren 2. Bewerten von Turniermusik auf Turnieren 3. weiteres mögliches Vorgehen zur Verbesserung der Qualität von Musik auf Turnieren
Dirk Meyer hat das Ergebnis dieses Gesprächs kurz zusammengefaßt:
1. Bewertung von Tanztiteln OWT sprach über Turniermusik im Allgemeinen und über die im Tanzspiegel genannten Titel im Besonderen. Ihm ist es wichtig, dass in der Musik die Bewegungen, die der Tänzer zeigen soll, zu lesen sind. Im Bereich des Langsamen Walzers ging er hier im Wesentlichen auf die Titel „Fascination“(Nat King Cole), „Groove of the Eucaliptus“(Ishtar) und „Come away with me“(Norah Jones) ein. Wichtig ist ihm hierbei, dass das Heben und Senken aus der Musik zu lesen ist. Dies ist bei „Fascination“ und „Groove of the Eucaliptus“ gut zu hören. Bei „Come away with me“ ist es nicht möglich, da die Musik hier sehr gleichförmig dahin plätschert. Im Wiener Walzer sprach er als Negativbeispiele noch einmal Harry Potter (Hollywood Movie Strings) und „Hijo de la Luna“(Mecano) an. Im Wiener Walzer ist es ihm wichtig, die langen Schwungphasen zu lesen. Bei „Harry Potter“ ist dies speziell am Anfang aufgrund der Instrumentierung und des Arrangements nicht zu erkennen. Bei „Hijo de la Luna“ wird es durch den 6/8 Takt nicht ermöglicht.
Er betonte dabei auch noch einmal, dass es nicht darum geht, dass es sich bei den angesprochenen Stücken nicht um schöne Musik handelt (was, wie uns allen bewusst ist, eine sehr subjektive Beurteilung ist), sondern sie nicht die Qualität des Tänzers unterstützt.
2. Bewertung von Turniermusik auf Turnieren OWT ist sich im wesentlichen mit uns einig, dass verstärkt auf die technische Qualität der Darbietung von Turniermusik geachtet werden muss. Speziell die unterschiedliche Geschwindigkeit (subjektiv wie objektiv) sowie die Gleichartigkeit von gespielten Titeln ist ihm hier ein Anliegen. Wichtig hierfür wäre daher eine Art „Grüne List“ wünschenswert ist, in der geeignete Turniertitel aufzunehmen sind. Eine „Grundausbildung“ von Turnier-DJs liegt ihm daher sehr am Herzen
3. weiteres mögliches Vorgehen Im Allgemeinen will Olli mit dem Bundessportwart und der Bundeslehrwartin sprechen, um einen bundesweiten Lehrgang/Workshop für Turniermusiker anzubieten. Darüber hinaus stimmte er zu (in Abhängigkeit von seinem persönlichen Gesundheitszustand), für uns einen Workshop abzuhalten, in dem er sich mit der Musikauswahl auseinandersetzt.
P.S. Es waren andere Treffen geplant, z. B. bei der Standard Weltmeisterschaft 2010 in Wetzlar, leider gab es keine Möglichkeit mehr!
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